
Hatha Yoga
Das Wort Hatha wird aus dem Sanskrit übersetzt und bedeutet Anstrengung, Bemühung. Das heißt, dass du selbst ins aktive Tun kommst. Hatha setzt sich zudem aus zwei Silben zusammen. Ha bedeutet Sonne (sanskrit: Surya) und Tha (sanskrit: Chandra) bedeutet Mond. Die Sonne steht hierbei symbolisch für Pingala (feinstofflicher Energiekörper) und steuert die Aktivitäten der rechten Körperseite, somit der linken Gehirnhälfte. Die linke Seite des Gehirns wird mit dem sprachlichen, logisch-linearen Denken in Verbindung gebracht. Entsprechend dem Sonnensymbol werden der Pingala die Eigenschaften Hitze, Extrovertiertheit und Aktivität zugeschrieben, auch: maskulines Prinzip.
„Yoga ist die Kontrolle der Bewegungen des Geistes.“
– Yoga Sutras 1:2, Patanjali
Der Mond steht symbolisch für Ida und ist das gegenteilige Prinzip zu Pingala, auch: feminines Prinzip. Ida steuert die Aktivitäten der linken Körperseite, somit der rechten Gehirnhälfte. Die rechte Seite des Gehirns wird mit Kreativität, Emotionalität und ganzheitlichem erfassen von Dingen verbunden. Entsprechend dem Mondsymbol werden Ida die Eigenschaften Stille, Kühle, Introvertiertheit zugeordnet.
Ida und Pingala repräsentieren die energetische Polarität des Lebens.
Yoga bedeutet Einheit. Durch das Üben der Asanas (Yogahaltungen) sollen der Körper, Geist und die Emotionen harmonisiert, bzw. ausbalanciert werden. Ziel ist es, die unterschiedlichen Körperfunktionen so in Übereinstimmung zu bringen, dass sie zum Wohl des ganzen Körpers arbeiten.
Hatha Yoga meint also die Balance zwischen den zwei Grundenergien in unserem System durch Asana, Pranayama, Meditation. [1]
[1] Vgl. Skuban, R. (2018), S. 149ff.

Eine der wichtigsten yogischen Schriften, in der die Asanas erstmals auftauchten ist die Hatha Yoga Pradipika. Hatha Yogis erkannten, dass sich durch bestimmte Körperhaltungen die Energiebahnen und psychischen Zentren öffnen lassen. Wenn man also durch die Übungen eine gewisse Kontrolle über den Körper entwickelt, so lassen sich auch Geist und Energie steuern.
Die Atemübungen, bzw. Pranayama dient der Reinigung und des in Balance bringen der energetischen Polaritäten Ida und Pingala. Das Hauptziel der Pranayama Praxis besteht hierbei im freien fließen der Sushumna Energie, d.h. dem zentralen Energiekanal.
Für wen ist Hatha Yoga geeignet?
Aufgrund der vielfältigen Variationsmöglichkeiten der Asanas, der Pranayama Übungen und Meditationstechniken ist Hatha Yoga vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen Yogi geeignet.
Was erwartet dich in einer Hatha Yoga Stunde?
- Meditation
- Pranayama (Atemübungen)
- Pawanmuktasana (Aufwärmübungen)
- Asana (Körperübungen)
- Yoga Nidra (Tiefenentspannung)
